1.000 Kinder für die Natur gewonnen


Mit der Lernort Natur Gruppe des Jagdklubs Offenbach ist
Mitmachen gefragt und Spaß ausdrücklich gewünscht.

Die Lernort Natur-Gruppe des Jagdklub Offenbach erfreut sich enormen Zuspruchs. Auch die Nachfrage nach den Schulungs- und Erlebnisangeboten unserer Gruppe steigt stetig. Inzwischen zählen eine Reihe von Einrichtungen zu unseren „Dauerkunden“ und buchen die Waldabenteuer und Naturspaziergänge regelmäßig. Im Jahr 2025 haben wir dann einen Rekord geknackt. Erstmals konnten wir bei rund 15 größeren und kleineren Veranstaltungen über 1.000 Kinder und Jugendliche mit unseren Aktivitäten zum Wohle der Natur erreichen. Das zeigt, der Bedarf steigt stetig und wir stoßen bei allen Schulen und Kindergärten auf offene Ohren.


Beim Einsatz an der Wildbach-Schule 2025: (v.l.n.r.): Florian Peter, Christian Schwab, Marcel Pagel, Arno Fink, Lorena Quardon und unser Sprecher Dietmar Müller

Das gilt auch für immer mehr Jägerinnen und Jäger, die den Weg zu uns finden. Gerade für Jungjäger ist es ein toller Einstieg in unsere Klubaktivitäten und Kontakte zu Altjägern sind immer hilfreich.

Seit Gründung der Lernort Natur Gruppe im Jagdklub Offenbach vor fast vier Jahren hat sich die Gruppe in großen Schritten weiterentwickelt und inzwischen können wir durchaus auch naturpädagogische Maßnahmen fundiert umsetzen. Das Ziel bleibt dabei immer konstant: Wir wollen unserer Jugend die Liebe zur Natur vermitteln und den Respekt vor Fauna und Flora. Denn nur, was man liebt, dass hegt und beschützt man auch.

Außerdem machen wir immer wieder eindrücklich eine wichtige Erfahrung: Wenn man unseren Kindern Dinge zum Erleben und Anfassen anbietet, dann sind sie sofort Feuer und Flamme. Die digitalen Gerätschaften wie Mobiltelefone und Computerspielekonsolen sind dann ganz schnell vergessen, zumindest für ein paar Stunden.

Und ja, natürlich kostet das ehrenamtliche Organisieren unserer Auftritte Kraft und Zeit, aber wir bekommen unendlich viel zurück – strahlende Kinderaugen und die Gewissheit etwas Gutes in unserer turbulenten Zeit für die Jugend und unsere Natur getan zu haben. Denn eins bleibt klar, wir sind die einzigen staatlich geprüften Naturschützer und der stärkste Anwalt für die Natur unserer Heimat. Wenn wir hier nicht aktiv werden und unsere Kinder mit echtem Fachwissen gewinnen und mit Naturerlebnissen begeistern, dann tun es andere, die oft wenig wissen, dafür aber eine unendlich große Meinung haben.

Fallenjagd Kurs am 15. November 2025

Der Waschbär fällt uns aktuell als erstes ein, wenn wir an die Fallenjagd denken. Mittlerweile ist es auch in der öffentlichen Meinung angekommen, dass die Kleinbären ganz und gar nicht nur putzig sind, sondern sich zu echten Plagegeistern entwickelt haben und als invasive Art eine Gefahr für unser ökologisches Gleichgewicht sind.

Alfred Gebelhardt vom Jagdklub Hanau und Paul Przybysz vom Sachsenhäuser Jagdklubs haben den etwa 40 Teilnehmern in den Räumen des Sachsenhäuser Jagdklubs am Goetheturm das Thema Fallenjagd mit fundiertem Wissen und großer Sachkenntnis anschaulich nahegebracht. Besonders der Stadtjäger, wie er sich selber nennt, Alfred Gebelhardt, hat mit seinem unnachahmlichen Humor lebhafte Bilder in unseren Köpfen entstehen lassen und die Teilnehmer mehr als einmal herzhaft zum Lachen gebracht. Das hat uns den Tag kurzweilig werden lassen und wir hatten Spaß am Lernen!

Im Fangjagdkurs wurden die Zielwildarten, die verschiedenen Fallentypen und ihre Handhabung, rechtliche Vorschriften zur Fallenjagd, praktische Ausübung der Fallenjagd und Regelungen im befrieden Bezirk sowie der historische Hintergrund der Fallenjagd erläutert.

Die Fallenjagd leistet einen bedeutenden Beitrag zum Schutz bedrohter Arten, des Niederwildes und der Bodenbrüter in unseren Revieren. Nur durch ein sachkundiges und intelligentes Management der Beutegreifer kann der ausgewogene Niederwildbestand in den Revieren gewährleistet werden. Unter diesem Blickwinkel ist dieser Kurs für alle Jäger und Jungjäger-Anwärter wichtig und wertvoll.

Die Teilnahme an einem Fangjagdlehrgang gehört zur Jungjäger-Ausbildung und ist im Ausbildungsplan des LJV Hessen rechtlich geregelt. So ist dieser Kurs aus der Nachfrage des Offenbacher Jagdklubs St. Hubertus für seine Jungjägerausbildung entstanden und ist dann, offen für alle Interessierten der drei Jagdklubs Frankfurt-Sachsenhausen, Hanau und Offenbach, auf lebhaftes Interesse gestoßen.

Daraus hat sich eine sehr angenehme und persönlich bereichernde Zusammenarbeit der drei Jagdklubs entwickelt, die uns allen viel Spaß gemacht hat. So war dieser Tag nicht nur ein unerlässlicher Beitrag zur Fortbildung und Ausbildung, sondern auch ein Tag zum Kennenlernen, alte Kontakte auffrischen und neue knüpfen.

Lorena Quardon

Erfolgreicher Jungjägerkurs 2024/25

Herzlich gratulieren wir allen Jungjägerinnen und Jungjägern zum Bestehen aller Jagdprüfungen im Jahr 2025!

Der letzte Jungjägerkurs hat mit einer Bestehensquote von 93% alle Rekorde geschlagen. Damit steht unseren zahlreichen Jungjägern bis zum Jägerschlag im November nichts mehr im Wege.

Wir freuen uns sehr über diesen Erfolg und wünschen Euch allen Waidmannsheil!

Der Vorstand.

Rotwildvortrag von Heinz Ross für unsere Jungjägeranwärter

Es ist kalt an diesem Abend. Gut für die Hirschbrunft. Aber der Nieselregen hätte nicht sein müssen. Unsere Jagdscheinanwärter haben sich alle wasserdicht angezogen, gut so – wir wollen ja alle Jäger werden! Und sie haben an ihre Ferngläser gedacht! Unser Referent Heinz Ross marschiert stramm drauflos, denn es wird bald dunkel und wir wollen die einzigartige Chance nutzen, die Hirschbrunft an unserem Ausbildungsort, der Fasanerie in Klein-Auheim, live mitzuverfolgen. Wir haben unsere Unterrichtseinheit Rotwild extra in diese Jahreszeit gelegt, um dieses einzigartige Schauspiel der eindrucksvollen Tiere für unseren Unterricht zu nutzen.

Heinz Ross hält schon seit vielen Jahren Rotwildvorträge für die Fasanerie. Er ist seit 70 Jahren Jäger auf 5 Kontinenten und ein erfolgreicher Rotwildjäger mit sehr viel Erfahrung, vielen Erinnerungen, Geschichten und Erlebnissen.

Es dauert nicht lange und Heinz Ross hat alle in seinen Bann gezogen. Wir sind zum Ausguck am Rotwildgehege gezogen und Heinz lässt uns teilhaben an dem, was die Hirsche wohl denken. Wie die „Beihirsche“ auf eine Chance warten, einen unaufmerksamen Moment des Platzhirsches für sich zu nutzen. Das Brunftrudel beobachtet gelangweilt. Heute ist Nieselwetter, man ist nicht in Stimmung. Der Platzhirsch röhrt.

Gespräche entwickeln sich, wir gehen langsam und voller Eindrücke zum Ausbildungsraum zurück, der Regen ist vergessen. Im Raum hat unser Referent Präparate aus seiner Sammlung mitgebracht: Abwurfstangen, Zukunftshirsch und Abschusshirsch, Kolbenhirsch und Unterkiefer sortiert nach Alter. Der älteste Hirsch der Fasanerie namens Arthur kommt ganz nach oben. Kunden befühlen, Verfärbung diskutieren, dritter Prämolar dreiteilig.

Zum Schluss haben wir Fragen gestellt, gelauscht und gelernt. Heinz Ross hat vieles zu berichten. Er erzählt von seinen Reisen, von seinen Hirschjagden, den verschiedenen Gebräuchen und seinen Erlebnissen. Das, was einen erfahrenen Jäger ausmacht. Nachtsichttechnik wird diskutiert und unser Referent ermahnt die Teilnehmer, dem Wild Ruhe und Rückzug zu gewährleisten. Wir sprechen über Ethik und Waidgerechtigkeit.

Der Abend mit Heinz Ross hat uns wieder ein Stück weiter gebracht auf unserem Weg zur Prüfung. Vielen Dank lieber Heinz für Deinen großartigen Gastvortrag!

Ausbildungsleiterin Lorena Quardon