Lernort Natur des Jagdklubs Offenbach ist perfekt ins Jahr 2026 gestartet

Mareike Sommer vom lernort Natur-Team zeigt, was die Kinder bisher nicht kannten – hier wie ein Jagdschein aussieht

Die Lernort Natur-Gruppe des Jagdklubs Offenbach ist perfekt ins das Jahr 2026 gestartet. Mit den milden Temperaturen im Frühling ging es an die ersten Großveranstaltungen im Landkreis. Ende Mai standen gleich drei Veranstaltungen im Kalender.

Den Auftakt in die neue Saison machte die Jägerin und Naturpädagogin Mareike Sommer am 26. und 27. Mai 2026 mit dem Waldtag der Bambinis – der Vorschulgruppe des Kindergartens St. Joseph in Seligenstadt. Die größere Gruppe war hellauf begeistert von den vielen Geschichten rund um alles, was wir in der Natur sehen, fühlen und hören können. Kaum war die erste Scheu gefallen, sprudelten die Fragen geradezu heraus und viele der Kinder hatten nach den Stunden in der Natur bestimmt nachts aufregende Träume von unserer „heimischen Wildnis“.

Beim Einsatz am WaldFamilientag 2026 im Wildpark Hanau (v.l.n.r.): Marcel Pagel, Alex Angelidis, Andreas Knies, Nadine Schaack, Petra Müller-Herrtwich, Dietmar Müller, Norbert Roth

Am 29. Mai 2026 war dann ein größeres Team wie in den Vorjahren beim Sommerfest im St. Josephhaus Kinder- und Jugendhilfezentrum in Klein-Zimmern eingeladen. Bei teils tropischen Temperaturen wurden zahlreiche Kinder und Jugendliche und natürlich auch Erwachsene in die Geheimnisse der heimischen Fauna und Flora eingeweiht. Es gab Bilder von Tieren zum Ausmalen und jede Menge Dinge zum Anfassen, von der Schwarte bis zum Geweih und zum Fuchsbalg. Dank des LON-Anhängers des Landesjagdverbandes Hessen konnten die kleinen Entdecker den Tieren so nah kommen wie nie zuvor. Die Frage nach dem Lieblingstier in der Natur war meist schnell beantwortet. Ganz weit vorne lag der Fuchs und der Waschbär, wobei wir selbstverständlich sehr deutlich Hinweise auf die mehr als kritische Lebensweise unseres Neubürgers gegeben haben. Denn nicht alle putzigen Tiere verhalten sich auch ebenso. Die Veranstaltung war bestens besucht und wir haben in Summe fast 300 Besucher an unserem Infostand gehabt.

Gleich am nächsten Tag ging es zum WaldFamilientag 2026 von Hessenforst in der Alten Fasanerie im Wildpark Hanau. Die Temperaturen waren dieses Mal erfreulicherweise angenehm. Auch der Wildpark zählt inzwischen zu unseren „Dauerkunden“ und bucht unsere Naturexpertise regelmäßig. Zumal es quasi ein Heimspiel ist, denn wir standen in Rufweite zu unserem Jagdausbildungszentrum. Gemeinsam mit der Parkleitung und der Organisatorin Sabine Scholl hatten wir einen gelungenen Auftritt. Das Wetter war zwar etwas labil, aber dennoch konnten wir fast 200 Besucher bei uns begrüßen. Besonders schön war die Mitmach-Aktion. Es gab ein Gewinnspiel für die Kleinen mit Fragen zur Natur. Beispielsweise wurde gefragt, wie das weibliche Reh genannt wird oder das kleinste Raubsäugetier in Deutschland.

Besonders erfreulich war das weitere Wachstum unserer Gruppe. Verstärkt durch Jungjägerinnen und Jungjäger aus unserem letzten Jagdkurs konnten wir gleich drei weitere Mitglieder begrüßen. Damit zählt das Team Lernort Natur des Jagdklubs Offenbach inzwischen 15 Köpfe und die ehrenamtliche Tätigkeit verteilt sich noch besser. Der Nachwuchs aus der Gruppe der Jungjäger ist dabei nicht verwunderlich. Denn gerade für Jungjägerinnen und Jungjäger ist es ein toller Einstieg in die Klubaktivitäten und Kontakte zu Altjägern sind immer hilfreich.

Mit der Verstärkung setzen wir im nunmehr fünften Jahr seit Gründung der Lernort Natur Gruppe unsere positive Weiterentwicklung fort. Unser Ziel bleibt dabei immer klar vor Augen, wir wollen unserer Jugend die Liebe zur Natur vermitteln und den Respekt vor Fauna und Flora. Denn nur, was man liebt, dass beschützt man auch. Und wer wäre für die Vermittlung dieser wichtigen Botschaft besser ausgebildet als wir Jägerinnen und Jäger?

1.000 Kinder für die Natur gewonnen


Mit der Lernort Natur Gruppe des Jagdklubs Offenbach ist
Mitmachen gefragt und Spaß ausdrücklich gewünscht.

Die Lernort Natur-Gruppe des Jagdklub Offenbach erfreut sich enormen Zuspruchs. Auch die Nachfrage nach den Schulungs- und Erlebnisangeboten unserer Gruppe steigt stetig. Inzwischen zählen eine Reihe von Einrichtungen zu unseren „Dauerkunden“ und buchen die Waldabenteuer und Naturspaziergänge regelmäßig. Im Jahr 2025 haben wir dann einen Rekord geknackt. Erstmals konnten wir bei rund 15 größeren und kleineren Veranstaltungen über 1.000 Kinder und Jugendliche mit unseren Aktivitäten zum Wohle der Natur erreichen. Das zeigt, der Bedarf steigt stetig und wir stoßen bei allen Schulen und Kindergärten auf offene Ohren.


Beim Einsatz an der Wildbach-Schule 2025: (v.l.n.r.): Florian Peter, Christian Schwab, Marcel Pagel, Arno Fink, Lorena Quardon und unser Sprecher Dietmar Müller

Das gilt auch für immer mehr Jägerinnen und Jäger, die den Weg zu uns finden. Gerade für Jungjäger ist es ein toller Einstieg in unsere Klubaktivitäten und Kontakte zu Altjägern sind immer hilfreich.

Seit Gründung der Lernort Natur Gruppe im Jagdklub Offenbach vor fast vier Jahren hat sich die Gruppe in großen Schritten weiterentwickelt und inzwischen können wir durchaus auch naturpädagogische Maßnahmen fundiert umsetzen. Das Ziel bleibt dabei immer konstant: Wir wollen unserer Jugend die Liebe zur Natur vermitteln und den Respekt vor Fauna und Flora. Denn nur, was man liebt, dass hegt und beschützt man auch.

Außerdem machen wir immer wieder eindrücklich eine wichtige Erfahrung: Wenn man unseren Kindern Dinge zum Erleben und Anfassen anbietet, dann sind sie sofort Feuer und Flamme. Die digitalen Gerätschaften wie Mobiltelefone und Computerspielekonsolen sind dann ganz schnell vergessen, zumindest für ein paar Stunden.

Und ja, natürlich kostet das ehrenamtliche Organisieren unserer Auftritte Kraft und Zeit, aber wir bekommen unendlich viel zurück – strahlende Kinderaugen und die Gewissheit etwas Gutes in unserer turbulenten Zeit für die Jugend und unsere Natur getan zu haben. Denn eins bleibt klar, wir sind die einzigen staatlich geprüften Naturschützer und der stärkste Anwalt für die Natur unserer Heimat. Wenn wir hier nicht aktiv werden und unsere Kinder mit echtem Fachwissen gewinnen und mit Naturerlebnissen begeistern, dann tun es andere, die oft wenig wissen, dafür aber eine unendlich große Meinung haben.